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Wer kennt diese Pop-Ikone nicht? Madonna ist überraschenderweise kein Künstlername, sondern der bürgerliche Vorname des Superstars. Mit über 380 Millionen verkauften Tonträgern ist Madonna die erfolgreichste Sängerin aller Zeiten. Das schillernde Multitalent beschloss bereits zu Schulzeiten, Sängerin und Schauspielerin zu werden. Sie lernte Tanzen und Klavier, später Schlagzeug und Gitarre und spielte in diversen Punkbands. 1982 erschien ihre erste Single Everybody - ein Achtungserfolg.
Das zweite Album Like a Virgin brachte den Durchbruch. Die gleichnamige Single präsentierte sie 1984 bei der ersten Edition der MTV Music Video Awards im Brautkleid. Madonna steht stets für einen besonderen Modestil, den sie von Album zu Album wechselt. Daher sind die Videos bei ihr besonders wichtig. In ihrem Musikvideo zu Material Girl präsentierte sie sich im Stil von Marylin Monroe.
Nach dem Album True Blue verabschiedete sie sich vorübergehend vom Musikgeschäft, um ihre Filmkarriere voranzubringen. Mit Like a Prayer meldete sie sich 1989 zurück. Das Video zum Titelstück war ein Skandal: Der Kuss mit einem schwarzen Jesus führte zu Kritik aus dem Vatikan und der islamischen Welt. Pepsi stoppte die Werbung mit dem Musikvideo. Madonnas Karriere tat dies keinen Abbruch. Das Video zur zweiten Auskopplung Express Yourself ist inspiriert von Fritz Langs Metropolis.
Mit Vogue erschien 1990 eine Single, die zum Album I’m Breathless (Music from and Inspired by the film Dick Tracy) gehörte. Das Video machte Madonna zu einer Ikone der homosexuellen Szene. Auch das Video zu Justify My Love ist gespickt mit sexuellen Anspielungen. Das Video wurde erneut ein Skandal: Viele Sender boykottierten das Musikvideo. Madonna nutzte dieses Aufsehen und veröffentlichte erstmals eine Video-Single.
In den 1990ern war Madonna nicht nur als Sängerin, sondern auch im Schauspiel, als Model und als Musical-Star in Evita erfolgreich. 2003 veröffentlichte sie das Album American Life - ein Statement gegen den Irak-Krieg, der ihr die Proteste der konservativen US-amerikanischen Fernsehsender einbrachte. Auf den MTV Music Video Awards 2003 sorgten ihre Zungenküsse mit Britney Spears und Christina Aguilera für Aufregung.
Mit den Singles und Videos aus Confessions on a Dance Floor 2007 festigte Madonna ihren Ruf in der Kategorie Stars weltweit. Ihre Auftritte - u.a. mit Dornenkrone - wurden wieder insbesondere von der Kirche massiv kritisiert. Unter Madonnas Auszeichnungen befinden sich zehn Grammys, der Golden Globe für den Film Evita, und natürlich darf sie auch in der Rock and Roll Hall of Fame nicht fehlen.