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Während ihrer Kindheit war es weniger die Rockmusik, sondern die Kirchenmusik, die die Brüder Caleb, Nathan und Jared Followill prägte. Vater Leon reiste als Wanderprediger einer Freikirche mit seiner Familie durch die amerikanischen Südstaaten. Statt in einer Schule wurden sie meist von Mutter Betty-Ann, einer Kirchenmusikerin, unterrichtet. Schon früh wurden Caleb und Nathan musikalisch aktiv, zur Rockmusik fanden sie jedoch erst nach der Scheidung der Eltern und dem Rausschmiss des Vaters aus der Kirche. Die Familie siedelte sich in Nashville an. Dort lernten sie durch Radio und Musikvideos die Art von Musik kennen, die ihnen zuvor vorenthalten war.
Caleb und Nathan schafften es bald, bei RCA Records unter Vertrag zu kommen, jedoch sollten sie weitere Bandmitglieder finden. Cousin Matthew, der Gitarre spielte, und Bruder Jared wurden ins Boot geholt. Jared war zu dieser Zeit erst 15 Jahre alt und hatte noch nie Bass gespielt. Die Kings of Leon waren geboren. Der Name bezog sich sowohl auf den Vater, als auch auf ihren Großvater mit selbigem Namen. Noch vor Veröffentlichung einer Scheibe absolvierten sie ihre erste Tour, die ihnen eine positive Medienresonanz einbrachte.
Ihr Debütalbum Youth And Young Manhood wurde 2003 veröffentlicht. Es schlug vor allem in Europa ein, Kings of Leon gingen als Vorband von U2 und den Strokes auf Tour. Auch, wenn die folgenden Alben mal ruhiger und mal härter ausfielen, blieben sie ihrem vom Blues und Country inspirierten Garagen-Rock treu. Aha Shake Heartbreak (2004) schaffte es auf Platz 39 der Top 100 Alben des Jahrzehnts im Rolling Stone. Because Of The Times (2007) und Only By The Night (2008) erhielten zahlreiche Nominierungen und Preise.
Die Singleauskopplung Use Somebody wurde zum erfolgreichsten Song der Kings of Leon. Mit dem Album Come Around Sundown (2010) und der dazugehörigen Single Radioactive konnte die Band - auch in den zugehörigen Videos - nach eigener Aussage experimenteller umgehen, da sie von der Plattenfirma mehr Freiraum eingeräumt bekamen. Jedoch sind immer noch ihre Wurzeln unverkennbar. Im Kings of Leon Musikvideo zu Radioactive ist der Südstaaten-Landflair unverkennbar und die Mitglieder berichten über die Spiritualität des Songs.