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Seit 1998 ist die elfköpfige Truppe Seeed musikalisch unterwegs und begeistert die Massen für Dancehall und Reggae. Neben Instrumenten und DJs runden drei MCs die Formation ab, deren Pseudonyme den Mittelteil des Bandnamens prägen: S für Sub, drei Es für Enuff, Eased und Ear und ein D für Dub - Seeed.
Top of the City landete 2000 auf dem Soundtrack zum Film Kanak Attack. 2001 erschien die erste Single und das Musikvideo Dickes B, eine Hommage an die Heimat Berlin. Das folgende Debütalbum Dubby Conquerors wurde ein Erfolg und sie traten sogar als Vorband bei R.E.M. vor einem Publikum von 70.000 Menschen auf. Es folgten weitere Auftritte auf Festivals. Noch im selben Jahr wurde Dancehall Caballeros ausgekoppelt. Dazu gibt's einen Video Clip in Westernmanier.
Schon im Jahr darauf bekamen Seeed ihre ersten zwei Echos. Auf ihrer Tour stellten sie bereits neue Songs vor und mit der EP Waterpumpee gelang ihnen eine besondere Premiere: Sie waren die erste deutsche Band, die es in die Charts von Trinidad und Tobago schaffte. Auch in vielen anderen Ländern kam ihre Musik an, z.B. mit Elephant Man und Shake Baby Shake in Jamaika. Daher wurde Music Monks, das nächste Album, 2003 nicht nur auf Deutsch veröffentlicht, sondern erschien auch in einer internationalen Version mit überwiegend englischen Texten.
Aufstehn!, einer ihrer erfolgreichsten Songs, war der erste Vorbote des Folgealbums und erschien 2005 nicht nur als Single und Musikvideo, sondern kam auch als EP mit zwei weiteren Songs und zwei Live Videos auf den Markt. Wenige Monate später kam mit Next das dritte Album raus und war noch erfolgreicher als die vorherigen. Erneut veröffentlichte die Band eine internationale Version, die ein Jahr später erschien.
Mit dem Song Ding gewannen sie im Februar 2006 den Bundesvision Song Contest. Seeed ist eine Band, die vor allem live rockt, und die gerne ihre Songs auf der Bühne neu und anders performt. Da kann eine Live-DVD nicht ausbleiben. Diese wurde im selben Jahr veröffentlicht und bietet neben Videos zur Bandgeschichte und Musikvideos vor allem Livematerial. Nach einigen Jahren Pause und diversen Soloprojekten bastelte die Reggae-Ragga-Fußballmannschaft seit 2010 wieder an einem neuen Album und kam 2012 sind "Seeed" wieder zurück auf die Bühne. Das neue Album Seeed ist musikalisch so bunt gemischt wie die Band selbst - trotzdem ist ihr neuer Song Augenbling auf dem besten Weg ein Hitgarant zu werden.
Die Band Seeed hat insgesamt die Stärke einer ganzen Fussballmannschaft. Die elf Mitglieder von Seeed sind dabei so vielfältig wie die Musik selbst. Die elf Mitglieder im Einzelnen:
Peter Fox, dessen echter Name Pierre Baigorry ist, und sich zunächst Enuff (erstes E in Seeed) nannte. Aufgrund seiner roten Haare wurde er allerdings schon in der Kindheit Foxi genannt, was ihn auch zu seinem aktuellen Künstlernamen Peter Fox inspirierte. Peter Fox, Jahrgang 1971, erlitt 2001 eine Virusinfektion, die leider erst zu spät erkannt wurde, und ihm so eine leichte Lähmung seiner rechten Gesichtshälfte einbrachte. Bekannt wurde Peter Fox vor allem durch seine 2007 gestartete Solokarriere, bei der sein Album Stadtaffe Ende 2008 große Verkaufserfolge erzielte. Auf seinen Tourneen begleitete ihn die US-Trommlergruppe Cold Steel. Mitte 2009 beende Peter Fox schließlich seine Solokarriere und konzentrierte sich wieder vollends auf Seeed.
Boundzound, der bürgerlich Demba Nabé heißt und zunächst als Ear in Seeed zu finden war, ist der zwei Frontmann von Seeed. Auch er versuchte sich 2007 mit einem Soloprojekt und schaffte es mit seinem Album Boundzound zur Auszeichnung "Bester Newcomer des Jahres" der 1Live Krone. Seine Single Louder erreichte die Top20 der deutschen Singlecharts. Sein zweites Album Ear konnte an die Erfolge von Boundzound nicht anschließen. Zusätzlich zur Musik beschäftigt sich Boundzound noch mit der bildenden Kunst und hat so auch schon viele CD-Cover selbst kreiert.
Dellé, bürgerlich Frank Allessa Dellé, bildet als Eased das dritte E in Seeed. Der 1970 geborene Frontmann von Seeed startete bereits 1984 seine erste Reggaeband und entwickelte seinen Style als Reggae-Sänger immer weiter, bis er 1998 zu Seeed dazustieß. Neben Seeed ist Dellé noch bei weiteren Bands zu hören, unter anderem bei Culcha Candela oder den Brothers Keepers. Sein eigenes Album Before I Grow Old belegte 2009 4 Wochen lang Platz 11 der deutschen Albumcharts.
Alfi Trowers ist seit Beginn von Seeed mit dabei und ist der Mann an den Percussions.
Based alias Sebastian Krajeski, ist der Drummer von Seeed. Seinen ersten Auftritt hatte Based mit 13 Jahren mit der Jungendgruppe The Bottles. Danach folgten die Crossover Band seines Bruders namens Derwish und die erste professionelle Band mit Plattenvertrag Kung Fu. Seit 1998 bedient Based schließlich das Schlagzeug bei Seeed.
Mo, alias Moritz Degado, ist von Beginn an bei Seeed und der Saxophonist der Band. Auch Mo hat nebenbei musikalische Projekte und ist seit 2006 mit der Band Frogg am Start. Frogg hatten unter anderem Auftritt als Vorband von Seeed oder Miss Platnum.
http://www.myspace.com/mo1delgado
DJ Luke ist seit 2005 der Disjockey von Seeed. Er ist der Nachfolger von DJ Illvibe, der die Band 2005 verließ. DJ Luke ist ebenso wie Mo Mitglied von Frogg und tritt dort regelmäßig auf.
http://www.myspace.com/froggmusicde
Tchamp, alias Jerome Bugnon, spielt bei Seeed die Posaune und hat die Pausenzeit von Seeed ebenfalls genutzt, sich bei anderen Musikprojekten einzubringen. So spielt Tchamp beispielsweise bei Dog Summer Posaune und Horn.
Dubmaster Reibold, Torsten Reibold mit richtigem Namen, ist der Mann am Keyboard bei Seeed.
Rudeboy Rudy ist Gitarrist bei Seeed und kommt wie alle anderen Seeed Mitglieder aus Berlin und Umgebung.
Tobias "Tobsen" Cordes ist der Bassist von Seeed und spielt neben Seeed noch in Dellés Band.
Mitte 2001 veröffentlichten die elf Jungs New Dubby Conquerors -ihr erstes Album. New Dubby Conquerors erreichte mit 150.000 verkauften Exemplaren 36 Wochen lang in den Albumcharts und wurde sogar mit einer goldenen Schallplatte prämiert. Mit 12 Tracks konnte Seeed Kritiker wie Zuhörer gleichermaßen begeistern und hat somit den Aufstieg von Seeed zum Welterfolg markiert.
Dancehall Caballeros
Riddim No. 1
Papa Noah
Walk Upright
Dickes B.
Psychedelic Kingdom
Sensimilla
We Seeed
Tide Is High
Top Of The City
Fire The Hidden
New Dubby Conquerors
Mitte 2003 erschien das nächste Seeed Album, welches noch erfolgreicher werden sollte, als sein Vorgänger: Music Monks. Über 210.000 verkaufte Exemplare und eine Platin-Schallplatte sicherten Seeed 22 Wochen lang eine Platzierung in den deutschen Album-Charts.
Music Monks
What You Deserve Is What You Get
Respectness
Release
Pressure
Double Soul
Grosshirn
Goldmine
Fire In The Morning
Waterpumpee
Jackpot Girl
Love Is The Queen
Wieder exakt zwei Jahre später brachten Seeed ihr nächstes Album auf den Markt: Next!. Ganze 45 Wochen lang und sogar bis auf Platz 2 der deutschen Albumcharts konnte sich Next platzieren. Mit über 250.000 verkauften Exemplaren sollte Next das bisher erfolgreichste Album von Seeed werden. Natürlich gab es auch dafür 2006 wieder eine Platin-Schallplatte. Noch erfolgreicher könnte höchstens das neue Album von Seeed werden, das den gleichen Namen wie die Band trägt.
Schwinger
Ding
Stand Up
Aufstehn!
Please, Please
Thight Pants
Ocean's 11
Light The Sun
Can't Hold Me
Goosebumps
Slowlife
She Got Me Twisted
Next...!
End Of The Day
You Girl
Das neue Album von Seeed heißt Seeed und erschien erst Ende 2012, also fast sieben Jahre nach Next!. Diese sieben Jahre haben die Jungs von Seeed oft für Soloprojekte genutzt. Doch 2012 startete Seeed wieder richtig durch und beschreitet mit dem neuen Album Seeed neue Erfolge.
Beautiful
Deine Zeit
Feel For You
Augenbling
You And I
Waste My Time
Seeeds Haus
Elephants
Lovelee
Wonderful Life
Molotov
Beautiful (Reprise)
Über 50 Songs hat Seeed mittlerweile produziert, die meisten davon im Bereich Reggae oder Dancehall. Bezieht man die Songs der Soloprojekte mit ein, wird die Trackliste von Seeed um ein Vielfaches länger. Zu den bekanntesten und beliebtesten Liedern von Seeed gehören sicherlich:
Das Video zu Dancehall Caballeros war neben Dickes B. eines der ersten Musikvideos von Seeed. Das Video ist im Stile eines Westerns gedreht, bei dem Seeed als Bande eine Stadt überfällt und eine Bank ausraubt. Das Western- und Reitthema findet sich auch in den Lyrics von Dancehall Caballeros wieder. Im übertragenden Sinne ist Seeed allerdings ein Reiter, der auf dem Pferd (dem riddim) durch die Musiklandschaft reitet.
I used to jump pon the riddim an mi juggle
juggle Jolly jumper way mi a ride and mi bubble bubble
Dickes B. ist Seeeds Hommage an ihre Heimatstadt Berlin. Im Vordergrund stehen dabei natürlich die Dinge, für die Berlin bekannt ist bzw. war wie das Brandenburger Tor, die Spree, die Loveparade oder auch der kalte Krieg. („Panzer und Raketen“) Das Musikvideo Dickes B. zeichnete sich vor allem dadurch aus, dass die Jungs von Seeed in schicker Montur kreuz und quer durch Berlin laufen und tanzen.
Tide is high ist eine Coverversion des Klassikers von The Paragons aus dem Jahre 1967. Interessanterweise wurde Tide is high mittlerweile schon mehr als ein Dutzend Mal gecovert, zuletzt von dem argentinischen Musiker Andrés Calamaro. Die Version von Seeed erweitert den ursprünglichen Text erheblich und deutsche Textstellen. In der Seeed-Version geht es um einen Mann, der von seiner großen Liebe verlassen wurde und entsprechend traurig ist. Nach und nach gewinnt er (auch dank des Seeed Songs) an Zuversicht und wird später wieder zum Typen, der die Frauen klarmacht.
Back on the road war wieder ganz der Alte
What you deserve is what you get
What you deserve is what you get stammt vom Album Music Monks und richtet sich gezielt gegen Yuppies und ihr Streben nach Geld und Macht. In dem Video treten Seeed als Steinzeitmenschen auf, die durch die Landschaft ziehen, um schließlich in der Stadt und im Plattenstudio ihre Goldene Schallplatte erhalten. Bereits der Titel verrät, dass man im Leben das bekommt, was man verdient – allerdings im negativen Sinne. Strebt man sein Leben lang nach Geld und Macht, darf man sich nicht wundern, wenn man allein und ohne Familie alt werden muss. Einen Gastauftritt in dem Video hat übrigens Elephant Man, mit dem Seeed zusammen den ausschließlich auf dem Live-Album enthaltenen Hit Shake Baby Shake produziert hat.
Waterpumpee (Waan back)
Waterpumpee ist zwar nicht so erfolgreich gewesen, wie andere Tracks von Music Monks, hat aber dafür international Seeed recht bekannt gemacht. In Zusammenarbeit mit Anthony B. entstand Waterpumpee, dessen Melodie sich mittlerweile bei vielen jamaikanischen Künstlern wiederfindet.
Schwinger
Schwinger ist eines der bekanntesten Songs von Seeed, auch weil Seeed den Song zur Fussball-WM-Eröffnungsfeier 2006 live performten und damit weltweit ca. 1,5 Milliarden Zuschauer hatten. Schwinger befindet aus auf dem dritten Seeed-Album Next! und dient primär der guten Laune. So rückt auf der Text fast in den Hintergrund, wenn Millionen Fans „Uh Baby schwing dein Teil“ mitsingen. Insofern ist Schwinger ein grandioses Stimmungslied geworden, trotzdem haben Seeed wie immer für das Video sehr aufwendige Kostüme produziert, die stark an Sci-Fi erinnern.