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Gewaltige Beats, fette Shows und Unangepasstheit machen das französische Elektro-Duo Justice aus. Gaspard Augé und Xavier de Rosnay wurden 2003 bekannt, als sie für einen Wettbewerb einen Remix von Simians Never Be Alone kreierten. Sie fanden nicht nur ein Label, sondern wurden seitdem überhäuft mit Remix-Aufträgen namhafter KünstlerInnen, u.a. von Franz Ferdinand, Britney Spears, Soulwax, Lenny Kravitz, Justin Timberlake oder N.E.R.D.
Die erste eigene Single Waters of Nazareth erschien 2005. Ein Jahr später bekamen sie ihren ersten Preis: Der Remix von Simians We Are Your Friends wurde als bestes Musikvideo bei den MTV European Music Awards ausgezeichnet. Daran knüpften sie 2007 mit dem Video von D.A.N.C.E. an: Erneut holten sie sich den gleichen Award plus einen MTV Video Music Award, dazu kamen zahlreiche Nominierungen, u.a. für den Grammy. Im selben Jahr erschien neben der EP D.A.N.C.E. das Debütalbum † (Cross). Der Titel ist auch das Logo der Band, das als grell leuchtende große Lichtinstallation bei ihren Gigs die Bühne erleuchten lässt. Nach ihrer Amerikatournee erschien kurze Zeit später die CD/DVD A Cross The Universe mit vielen Liveaufnahmen und jeder Menge Video Material.
Das Musikvideo zu Stress schlug 2008 hohe Wellen. Es thematisiert die Situation Jugendlicher in den Pariser Banlieues. Eine Gruppe Jugendlicher zieht in dem Video randalierend und prügelnd durch die Stadt. Kritiker warfen den Machern des Musikvideos Rassismus und Anstachelung zur Gewalt vor, Jugendliche mit Migrationshintergrund würden stigmatisiert. Dem wurde entgegen gehalten, dass man das Video auch als Kritik an der französischen Politik und an der unveränderten Situation in den Banlieues interpretieren könne. Auch ein reiner Marketinggag wurde dem Musikvideo unterstellt. Obwohl die TV-Studios sich weigerten, das Video zu zeigen, war es im Internet ein Renner. Es sorgte in Frankreich für reichlich Kontroversen und kratzte an dem Image der bisher netten Jungs von Justice.
2011 meldeten sie sich mit einem neuen Album zurück: Civilization. Der gleichnamige Song erschien vorab als Soundtrack zum Webvideo für Adidas Is All In und konnte in kurzer Zeit mehrere Millionen Viewer verzeichnen.