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Die schwedische Disco-Popband Alcazar wurde 1999 auf Initiative des schwedischen Künstlers Alexander Bard ins Leben gerufen, der schon große Erfolge mit den Bands Army of Lovers und Vacuum gefeiert hatte. In der Urbesetzung bestand die Band aus drei Mitgliedern, den Musikern Andreas Lundtstedt, Tess Merkel und Annika Kjaergaard. Nachdem sie zwischenzeitlich mit Magnus Carlsson aus vier Mitgliedern bestand, ist die Band heute wieder zu dritt. Inzwischen hat Lina Hedlund die Position von Annika Kjaergaard übernommen.
Erfolg mit Party Musikvideos: Ihre erste Single Shine On wurde bereits 1999 veröffentlicht und war in ihrem Heimatland Schweden ein Hit. Der internationale Durchbruch gelang Alcazar 2001 mit der dritten Single Crying At The Discoteque und dem dazugehörigen, in 70er-Jahre Disco-Manier gedrehten Musikvideo. Sie erreichten damit den dritten Platz der deutschen Charts. Die Grundlage des Songs ist der Hit Spacer von Sheila B. Devotion aus dem Jahr 1979.
Darauffolgend wurde das Debütalbum Casino veröffentlicht, welches überwiegend aus Dance-Stücken besteht, daneben aber auch Songs mit Elementen aus Drum'n'Bass beinhaltet. Das zweite Album Alcazarized erschien 2004. Die Singleauskopplung und das Musikvideo This Is The World We Live In erreichte Platz 30 der deutschen Singlecharts. Es folgten bis heute noch vier weitere Alben und zahlreiche Singles und Videos wie Physical oder Start The Fire, mit denen die Band allerdings ihren großen Erfolg von 2001 nicht wiederholen konnte.
In den schrillen Alcazar Musikvideos, in denen man meistens Tanzchoreographien zu sehen bekommt, geht es in erster Linie um Disco, Party, Spass und Tanzen.
Nachdem die Schweden von Alcazar zweimal erfolglos beim Eurovision Song Contest angetreten waren, erreichten sie 2009 mit dem Song Stay the Night das Finale des Wettbewerbs. Solo-Versuche der Bandmitglieder Lundstedt und Carlsson waren zuvor gescheitert. Große Erfolge feiert die Band heute mit Auftritten auf Partys in der Schwulenszene.