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Melodiösen Gitarrenpop mit Anspruch, fern vom Kitsch, dafür ist die deutsche Musiklandschaft nicht gerade bekannt. Ende der 90er Jahre schaffte es dann doch eine Band aus Flensburg in die Charts und räumte so richtig ab. Die Rede ist von Echt, eine der wenigen Schülerbands, die den Übergang von der Schulbank zur seriösen Musikkarriere geschafft hat. Insgesamt drei Alben veröffentlichen die fünf Jungs von Echt im Alter zwischen 15 und 18 Jahren. Während ihre Altersgenossen für das Abitur lernten, widmeten sich Kim Frank, Kai Fischer, Andreas Puffpaff, Florian Sump und Gunnar Astrup gefühlvollen Balladen, wie Wo Bist Du Jetzt oder dem Rio Reiser Klassiker Junimond.
Trotz ihrer jungen, meist weiblichen Fans, bedienten Echt so gar nicht das klassische Boygroup Klischee. Die Jung-Rocker waren zu schnodderig, zu ruppig und sehr authentisch, einfach echt eben.
Echt nackt! Das Skandal Musikvideo 2010: Dass es ihnen um mehr geht, als ein paar Minuten Ruhm, bewiesen Echt nicht nur in ihren stimmigen Songs. Auch die dazugehörigen Videos überzeugten mit Anspruch und künstlerischer Reife. Aber man muss ja nicht alles bierernst nehmen - schon gar keine Musikvideos. Das dachten sich die fünf Jungs wohl auch, als sie für den Song 2010 splitterfasernackt über die Hamburger Reeperbahn flitzten.
2002 war die wilde Zeit dann vorbei. Echt verkünden ihr Aus. Doch für Sänger Kim Frank sollte das noch nicht alles gewesen sein. Nach den Musikvideos folgten eine Rolle im Leander Haußmann Film NVA, 2007 das Soloalbum Himmelblau und die Teilnahme am Bundesvision Song Contest. Heute produziert Frank selbst Musikvideos für andere Indie-Bands und fotografiert.