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Duffy, mit bürgerlichem Namen Aimee Anne Duffy, ist eine junge Sängerin aus dem hohen Norden Wales, der man die Songs, die sie produziert, auf den ersten Blick nicht so richtig abnehmen möchte.
Duffy wirkt zerbrechlich und zart. Ihre souligen Songs hingegen zeugen von einer Reife, die man eher von Größen wie Amy Winehouse oder Aretha Franklin erwarten würde. Wer hier braven Schmusepop erwartet, den wird der Beat der swinging 60s und die charakteristischen Videos von Duffy geradezu umhauen.
Dabei hat Duffys Karriere ganz anders angefangen. Brav und behütet wuchs das Naturtalent auf dem Land auf, sammelte erste Bühnenerfahrungen im Kinderchor und beschloss mit 19 Jahren, an der walisischen Castingshow Wawffactor teilzunehmen. Als Zweitplatzierte verließ sie die Sendung 2003. Ein Abschnitt ihrer Karriere, der Duffy heute peinlich ist.
Musikvideos mit Retro-Charme: Ihrer Gesangskarriere konnte der kleine TV Ausflug dennoch keinen Abbruch tun. Gefördert von der Produzentin Jeanette Lee erschien 2008 ihr Album Rockferry, das in diesem Jahr das meist verkaufte Album ihrer Heimat war. Auch in Deutschland und den USA kam die Soulröhre gut an. Gerade ihre Musikvideos dürften dazu beigetragen haben. In den Clips zu den Single-Auskopplungen Mercy, Warwick Avenue und Rain on Your Parade zeigt sie sich mal lasziv rockig, dann wieder ganz verletzlich. Stimmungsvoll spielen die Musikvideos mit dem Charme vergangener Zeiten, ganz wie die Interpretin.
Nach der Auszeichnung von Rockferry mit dem begehrten Grammy und einem Brit Award munkeln Kenner, mit Duffy die neue Dusty Springfield gefunden zu haben. Die Stimmen, das Aussehen, Duffy und Dusty - die Ähnlichkeit ist auf jeden Fall nicht abzustreiten.